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Teures Wohnen im Alter: Daheim unbezahlbar, im Pflegeheim horrend

Leben und Wohnen 2017 - für Senioren durch unvereinbare Gegensätze geprägt: Wer sich als Rentner entschließt, im Alter in der vertrauten Wohnung zu bleiben, muss nach Zahlung der Miete oft feststellen, dass nur noch ein magerer Restbetrag zum Leben bleibt. Während Familienministerin Schwesig Rentenerhöhungen, die von Mietsteigerungen aufgefressen werden, für sinnlos hält, verschlingt Heimunterbringung gleichzeitig jeden Monat vierstellige Summen, die kaum ein Pflegebedürftiger aus eigener Tasche bestreiten kann. Was tut aktuelle Wohnungs- und Pflegepolitik, um diese Diskrepanz zu überwinden?

Seniorenbett nehmen und einfach umziehen?

Rentner, die sich aus der Kostenfalle Mietzins befreien wollen, stellen fest: Kleine, bezahlbare Wohnungen sind Mangelware. Schließlich ist es rechtlich zulässig, Sozialwohnungen einige Jahrzehnte nach Bau zu privatisieren und langjährigen Mietern wegen Eigenbedarf der Kapitalanleger zu kündigen. Alleinlebende Seniorinnen, die für gewöhnlich die kleinsten Renten beziehen, können sich in bezahlbaren Sozialwohnungen nicht mehr sicher fühlen. Aber auch die Eigenheimbesitzer unter den Senioren - ob Stadt oder Land - haben bei derzeitger Marktlage Probleme, Haus oder Wohnung gewinnbringend zu veräußern. Also wird das halb leerstehende Objekt unter finanziellen Mühen weiter unterhalten. Initiativen wie "Wohnen für Hilfe" versuchen, diesem so genannten Lock-In-Effekt gegenzusteuern: In über 30 Städten sollen Wohnungssuchende, die im Haushalt mit zupacken, und Senioren mit viel Platz zusammengebracht werden - neue Wohnformen entstehen. Auch sonst, wo Wohnungs- und Straßenbau dem Bedarf hinterherhinkt, macht Not erfinderisch: So genannte Mitfahrbänke ersetzen den schlecht ausgebauten Nahverkehr - und bringen ältere Menschen, die nicht selbst fahren möchten oder können, in den Nachbarort.

Horrend: Heimkosten laufen aus dem Ruder

Wo im Bereich privaten Wohnens und Lebens das Geld fehlt und bereits dreistellige Beträge über die Lebensqualität alter Menschen entscheiden, scheinen andernorts Mittel in Hülle und Fülle vorhanden: Horrende Heimkosten und Zuzahlungen machen ein Einspringen der Kommunen unverzichtbar. Eine private Zusatzvorsorge für die Pflege, wie sie der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums fordert, scheint unausweichlich, oder? Karl-Josef Laumann, seines Zeichens Pflegebeauftragter der Bundesregierung, hielt kürzlich im Tagesspiegel dagegen: Nicht grundlos sei die Pflegeversicherung eine Teilleistungsversicherung, zudem viele die Beiträge nicht aufbringen könnten, so dass der Staat erneut in der Pflicht sei - aber bei unvergleichlich größerem Bürokratieaufwand. Die Pflegebedürftigen, so Laumann, profitierten hingegen nicht.

Heimunterbringung: 45.000 Euro pro Kopf

Fakt ist, dass die Kommunen vermehrt unter der Last ihrer Leistungsverpflichtung ächzen: Allein zwischen 2004 und 2014 stieg die Zahl der Pflegebedürftigen um 33,4 Prozent, die Zahl derjenigen, die Hilfe zur Pflege erhielten, um 37,8 Prozent. Und der Umfang, in dem Kommunen Hilfen gewähren müssen, klettert weiter, da die zu leistenden Eigenanteile für Heimunterbringung laufend steigen. Wie Studien zeigen, zahlen Frauen in der Summe durchschnittlich 45.000 Euro, Männer durch ihre geringere Lebenserwartung 21.000 Euro zu. Der Eigenanteil rangiert derzeit zwischen 400 und 800 Euro pro Monat (verglichen mit 1999, wo dieser 130 bis 550 Euro betrug). Hinzu kommen Unterkunft und Verpflegung am Seniorenbett - zusätzlich zwischen 1.000 bis 2.500 Euro.

Privat vorsorgen? Pflege-Bahr & Co.

Versicherer vermelden: 2015 haben mit 2,5 Millionen Bürgern vier Prozent mehr eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen als noch 2014. Staatlich geförderte Policen (Pflege-Bahr) nutzten 683.500 - eine Steigerung um 22,4 Prozent. Zahlen, die dennoch hinter der Erwartung bei Einführung in 2013 zurückbleiben. Und dies, obwohl Pflege-Experten bis 2050 mit über vier Millionen Pflegebedürftigen rechnen. Was ist der Pflege-Bahr? Hier unterstützt der Staat die Beitragszahlung mit fünf Euro pro Monat, sofern wenigstens zehn Euro Eigenbeitrag geleistet werden. Ergebnis: Ein monatlich garantierter Betrag ab 600 Euro, je nach Einzahlungshöhe. Eine Investition, die relativ zu anderen Pflegezusatzversicherungen geringer ist. Risikozuschläge und Gesundheitsprüfung vor Abschluss entfallen ebenfalls. Leider ist die geförderte Variante hinsichtlich der Deckungssummen begrenzt, im Pflegefall fallen Leistungen so niedriger aus.

Seniorenherbst: Das diskutiert die Politik

Derweil denkt die große Koalition über Gesetzesvorhaben nach, um Senioren unter die Arme zu greifen. Da wäre die Idee der Wohngemeinschaften mit Untermietern wie Studenten, die die finanzielle Last mindern. Unter den Reformen, die die Regierung im Herbst anzustoßen gedenkt, stehen auch solche Wohnmodelle im Fokus. Gute Ansätze, aber Nebenschauplätze - denn die Politik steckt in der Zwickmühle: Wie die Altersarmut bekämpfen, ohne die jüngeren Generationen zu belasten? Schon jetzt finanzieren Beitragszahler die Mütterrente und Rente ab 63 mit Milliarden jährlich. Angesichts dieses Spagats fallen Tabus wie die Möglichkeit, Sozialbeiträge nach Einkommen zu staffeln oder die Rentenhöhe an die Lebenserwartung zu koppeln. Schließlich sterben finanziell schlechtgestellte Menschen früher - und könnten daher zu Lebzeiten höhere Renten erhalten. Experten wie der Heidelberger Gerontologe Andreas Kruse fordern außerdem, Stadtplanung und Wohnungsbau deutlicher auf Senioren auszurichten; die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fordert mehr staatliche Mittel für die Wohnungssanierung, um Umzugszwang zu verhindern. Auch Heizkostenzuschüsse werden diskutiert - damit kein Rentner im heimischen Seniorenbett den Kältetod sterben muss.

System verfestigt Altersarmut

Flickschusterei, die grundsätzliche Problematiken nicht angeht, denn der Fehler steckt in einem System, das längst auf den Prüfstand gehört. Einschließlich Grundsicherung und Hartz IV, die nicht zuletzt ältere Menschen abstrafen, die sich entscheiden, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen, um sich gegenseitig zu helfen: Sie sind dann finanziell schlechter als Alleinlebende gestellt. An der zu erwartetenden Altersarmut vieler Ostdeutscher, geschiedener Hausfrauen, Minijobber und kleiner Selbstständiger werden auch Instrumente wie die Aufwertung von Ostrenten, flexiblere Altersgrenzen und die geplante Lebensleistungsrente wenig ändern. Denn ein System, das nur denen gibt, die in jungen Jahren viel verdient und deshalb viel eingezahlt haben, den Trend sich wandelnder Arbeitsbiografien ignoriert und gleichzeitig Milliarden in überteuerte Heimpflege pumpt, hat sich überlebt.

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